Nachrichten09.08.2007 Unternehmen im Ruhrgebiet investieren auch im ersten Halbjahr 2007 stark Existenzgründungs- und Mittelstandsförderung mit 303,3 Millionen Euro nahezu verdoppelt
Düsseldorf/Münster, 6. August 2007. Die Wirtschaft im Ruhrgebiet boomt weiter: Die Gründer und Unternehmen in der Region investierten auch im ersten Halbjahr 2007 stark und nahmen dafür mehr Fördermittel der NRW.BANK in Anspruch. So verdoppelte sich die Existenzgründungs- und Mittelstandsförderung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 303,3 Millionen Euro (Vj. 153,4 Mio €, +97,7%).
Die Zahlen gab die Förderbank des Landes heute anlässlich der NRW.BANK.Woche in Essen bekannt. Dort bietet die Bank vom 6. bis 9. August 2007 mit vielfältigen Fachveranstaltungen ein Forum für den Austausch zwischen Wirtschaft, Politik und Finanzwelt. „Trotz des bereits im Vorjahreszeitraum erreichten hohen Niveaus stieg das Fördervolumen für Gründer und Mittelständler im Ruhrgebiet im ersten Halbjahr 2007 nochmals deutlich“, so Ernst Gerlach, für die Förderung zuständiges Vorstandsmitglied der NRW.BANK. Das deute auf eine starke Konjunktur in der Region hin. Der Großteil dieser Förderung wurde über den zinsgünstigen NRW.BANK.-Mittelstandskredit vergeben (209,9 Mio €, +125,8%).
Hingegen verzeichnete die Individualförderung eine Normalisierung der Nachfrage nach den wohnwirtschaftlichen Produkten der KfW Bankengruppe, nachdem diese im vergangenen Jahr sehr erfolgreich gestartet waren (171,9 Mio €, -27,6%). Auf niedrigerem Niveau, aber im Vergleich zum starken ersten Halbjahr 2006 ebenfalls nachlassend, war das Volumen für die soziale Wohnraumförderung (37,0 Mio €, -29,6%). Hier wirkten sich die Vorzieheffekte des Vorjahres aufgrund der zum Januar 2007 erfolgten Erhöhung der Mehrwertsteuer insbesondere im selbst genutzten Wohneigentum aus. Für die Kommunal- und Infrastrukturfinanzierung sagte die NRW.BANK 34,0 Millionen Euro zu (-34,0%).
Damit erhielt das Ruhrgebiet im ersten Halbjahr 2007 im wsentlichen aufgrund der guten Konjunktur insgesamt Förderung über rund 548 Millionen Euro. Das entspricht einem Anstieg um über 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (Vj. 496,3 Mio €). „Mit diesem Ergebnis liegt das Ruhrgebiet sogar über dem NRW-Durchschnitt von 6 Prozent“, so Ernst Gerlach. „Diese Zahlen, unsere brillante Infrastruktur und die guten Lebensverhältnisse in der Metropole Ruhr sind eine Einladung an Investoren aus Europa und darüber hinaus, sich in diesen Standort einzubringen,“ ergänzte Hanns-Ludwig Brauser, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung metropoleruhr GmbH.
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